Warum hecheln Hunde? Ursachen, Bedeutung und Tipps für Hundebesitzer


Es ist normal, dass Hunde hecheln, besonders wenn sie erhitzt, aufgeregt oder gerade besonders aktiv sind. Starkes Hecheln sieht jedoch anders aus und kann ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Hund gefährlich überhitzt ist, ein chronisches Gesundheitsproblem hat oder sich in einer lebensbedrohlichen Situation befindet.

Wir beantworten die drei wichtige Fragen: Was sind die häufigsten Ursachen für starkes Hecheln bei Hunden? Was kann ich dagegen tun? Und wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

Ursachen und Behandlung von starkem Hecheln bei Hunden

Hecheln hilft Hunden, sich bei Hitze oder intensiver Bewegung abzukühlen.

Je nach Größe atmen Hunde zwischen zehn und dreißig Mal pro Minute. Lernen Sie die normale Atmung und das normale Hecheln Ihres Hundes kennen, damit Sie auffällige Veränderungen schneller bemerken.

Oft liegt der Grund für das starke Hecheln Ihres Hundes in folgenden Ursachen:

Hitzschlag oder Vergiftung: Es ist normal, dass ein Hund nach einer Anstrengung stärker atmet oder hechelt. Einige Hunde wie Boston Terrier, Bulldoggen und Möpse neigen aufgrund ihrer kurzen Schnauzen dazu, stärker zu hecheln als andere Hunde. Starkes Hecheln kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass der Hund einen Hitzschlag erlitten oder eine giftige Substanz aufgenommen hat.

Wenn Sie keinen offensichtlichen Grund für die plötzliche Veränderung der Atmung Ihres Hundes finden, bringen Sie ihn sofort zum Tierarzt. Wenn Sie einen Hitzschlag vermuten, befolgen Sie zunächst die Schritte am Ende dieses Artikels, um Ihrem Hund auf sichere Weise zu helfen, sich abzukühlen.

Chronische Erkrankungen: Krankheiten wie Herzinsuffizienz, das Cushing-Syndrom oder Atemwegserkrankungen können bei Hunden zu schwerem Atmen oder Hecheln führen:

Atemwegserkrankungen: Verschiedene Atemwegserkrankungen wie Kehlkopflähmung, Lungenentzündung und Lungentumore können zu Atemnot oder pfeifenden Atemgeräuschen führen. Die Behandlung hängt von der Krankheit und ihrem Verlauf ab.

Verletzungen und Schmerzen: Hunde können uns nicht mit Worten mitteilen, wenn sie Schmerzen haben. Es liegt also an uns, die Anzeichen zu erkennen. Starkes Hecheln ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund verletzt sein könnte.

Weitere Anzeichen für Schmerzen oder Traumata bei Haustieren sind geweitete Pupillen, verminderte Fresslust, Zurückhaltung beim Hinlegen, Unruhe, Angstzustände sowie das Lecken oder Beißen an der schmerzenden Stelle.

Hunde können ihre Schmerzen durch normales Verhalten wie Schwanzwedeln verbergen. Eine Verletzung kann auch innerlich sein, zum Beispiel nach einem Autounfall. Wenn Sie also den Verdacht haben, dass Ihr Haustier Schmerzen hat, zögern Sie nicht. Suchen Sie sofort einen Tierarzt auf.

Medikamente: Einige Medikamente, wie z. B. Prednison, können bei Hunden ebenfalls starkes Hecheln verursachen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie vermuten, dass das Medikament, das Ihr Hund einnimmt, starkes Hecheln verursacht.

Unabhängig davon, wie Ihr Hund normalerweise atmet, ist jede unerklärliche Veränderung – sei es starkes Hecheln, Husten oder Keuchen – immer einen Anruf beim Tierarzt wert.

Hitzschlag bei Hunden: Erste Hilfe und schnelle Reaktionen, die Leben retten

Überhitzung ist eine der schwerwiegendsten Ursachen für starkes Hecheln bei Hunden – und ein medizinischer Notfall. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund einen Hitzschlag erlitten hat, kann schnelles Handeln lebensrettend sein.

Zu den Symptomen eines Hitzschlags gehören

  • übermäßiges Hecheln
  • glasige Augen
  • Schwäche
  • schneller Herzschlag
  • Sabbern
  • Krämpfe
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • eine Körpertemperatur von über 40 °C

Messen Sie die Körpertemperatur rektal. Sobald die Temperatur wieder unter 40 °C gesunken ist, kann die Messung abgebrochen werden.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund einen Hitzschlag hat, können Sie Folgendes tun:

  • Bringen Sie Ihren Hund ins Haus oder an einen schattigen Ort.
  • Tauchen Sie ihn in kühles Wasser (vermeiden Sie kaltes Wasser, da es die Blutgefäße verengt) oder legen Sie ihm kalte Handtücher auf Brust, Hals und Kopf.
  • Spritzen Sie Ihren Hund nicht mit dem Gartenschlauch ab – an heißen Tagen kann das Wasser im Schlauch fast kochend heiß werden.
  • Kühlen Sie ihn langsam ab.
  • Geben Sie Ihrem Hund kühles, nicht kaltes Wasser. Oder geben Sie ihm Eiswürfel zum Lecken.
  • Wenn Sie mit der Kühlung begonnen haben, bringen Sie Ihren Hund sofort zum Tierarzt.

Das beste Mittel gegen einen Hitzschlag ist, ihn zu vermeiden. Lassen Sie Ihr Haustier niemals in einem geparkten Auto zurück. Es ist besser, Ihr Tier zu Hause zu lassen, als einen Hitzschlag zu riskieren. Sorgen Sie zu Hause dafür, dass alle Haustiere während der heißesten Tageszeit Schatten und Wasser haben oder ins Haus kommen können.


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Wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollen

Hecheln ist bei Hunden normal, wenn sie sich bewegen, aufgeregt sind oder wenn es heiß ist.

Rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Ihr Hund beginnt sehr plötzlich zu hecheln.
  • Sie befürchten, dass Ihr Hund Schmerzen hat.
  • Das Hecheln ist anhaltend und intensiv.
  • Die Zunge oder das Zahnfleisch Ihres Hundes verfärben sich blau, violett oder weiß – ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund nicht genug Sauerstoff bekommt.

Rufen Sie den Tierarzt lieber zu oft als einmal zu wenig.

Warum hechelt mein Hund nachts stärker? Ursachen und Lösungen

Als Hundebesitzer oder angehender Hundebesitzer kennen Sie wahrscheinlich das Hecheln Ihres Vierbeiners. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihr Hund besonders nachts hechelt? Abgesehen von möglichen medizinischen Notfällen gibt es eine Reihe von Gründen, die dafür verantwortlich sein können. In diesem Artikel möchten wir Ihnen fünf dieser Gründe vorstellen und Ihnen Tipps geben, wie Sie damit umgehen können.

Viel Aktivität vor dem Schlafengehen

Ein Grund für nächtliches Hecheln kann sein, dass Ihr Hund kurz vor dem Schlafengehen noch sehr aktiv war. Hunde haben viel Energie, und wenn sie kurz vor dem Schlafengehen noch viel herumtollen und spielen, brauchen sie Zeit, um herunterzukommen und sich zu entspannen. Wenn Ihr Liebling dann direkt ins Körbchen muss, kann es sein, dass er immer noch aufgewühlt ist und seinen Körper durch Hecheln abkühlen will.

Um das nächtliche Hecheln zu reduzieren, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund abends zur Ruhe kommt. Planen Sie lange Spaziergänge und ausgiebige Spiele am besten etwas früher am Abend. So hat Ihr Vierbeiner genügend Zeit, sich vor dem Schlafengehen zu erholen. Der letzte Spaziergang kann dann etwas ruhiger und entspannter gestaltet werden, damit sich Ihr Hund auf die Nacht vorbereiten kann.

Kleiner Tipp: Auch ein entspanntes Kuscheln oder Streicheln kann helfen, Ihren Hund abends zur Ruhe zu bringen. So spürt er, dass es Zeit ist, den Tag ausklingen zu lassen und sich auf eine erholsame Nacht vorzubereiten.

Zu späte oder falsche Fütterung

Eine weitere Ursache für nächtliches Hecheln bei Hunden kann eine zu späte oder falsche Fütterung sein. Wenn Ihr Hund kurz vor dem Schlafengehen noch eine üppige Mahlzeit bekommt, ist sein Verdauungssystem noch aktiv, wenn er eigentlich zur Ruhe kommen sollte. Dies kann dazu führen, dass er sich unwohl fühlt und durch Hecheln versucht, seinen Körper abzukühlen und sich zu beruhigen.

Um solche nächtlichen Unruhen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, Ihrem Hund die letzte Mahlzeit rechtzeitig vor dem Schlafengehen zu geben. Mindestens zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen sind optimal, damit sein Körper genügend Zeit hat, die Nahrung zu verdauen und sich auf die Nacht vorzubereiten.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Futter für Ihren Hund geeignet ist. Manche Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Futtersorten oder Zutaten. Wenn Ihr Hund nach dem Fressen unruhig ist oder hechelt, kann es helfen, seine Ernährung anzupassen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über geeignete Futtersorten oder mögliche Unverträglichkeiten, um die richtige Ernährung für Ihren Hund zu finden.

Zu hohe Zimmertemperatur

Eine weitere mögliche Ursache für nächtliches Hecheln bei Ihrem Hund ist eine zu hohe Raumtemperatur. Hunde sind sehr hitzeempfindlich und können sich bei zu hohen Temperaturen unwohl fühlen. Da Hunde ihren Körper hauptsächlich durch Hecheln kühlen, kann eine zu warme Umgebung dazu führen, dass Ihr Hund auch nachts vermehrt hechelt, um seine Körpertemperatur zu regulieren.

Um Ihrem Hund nachts eine angenehme Umgebung zu bieten, sollten Sie darauf achten, dass die Raumtemperatur nicht zu hoch ist. Ideal sind 18 bis 20 Grad Celsius. Lüften Sie abends gut, damit frische, kühlere Luft ins Zimmer kommt. Im Sommer kann es sinnvoll sein, einen Ventilator oder eine Klimaanlage zu benutzen, um die Raumtemperatur zu senken.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Hund einen geeigneten Schlafplatz hat. Eine kühlere Liegefläche, z. B. eine kühlende Hundematte, kann helfen, dass sich Ihr Hund nachts wohler fühlt und weniger hechelt.

Stress, Angst oder Nervosität

Auch Stress, Angst und Nervosität können dazu führen, dass Ihr Hund nachts vermehrt hechelt. Wie Menschen können auch Hunde durch verschiedene Situationen oder Umstände verunsichert werden. Dies kann zu nächtlichem Hecheln führen, weil sich Ihr Hund unwohl fühlt oder Schwierigkeiten hat, zur Ruhe zu kommen.

Um herauszufinden, ob Stress oder Angst die Ursache für das nächtliche Hecheln Ihres Hundes sind, sollten Sie zunächst mögliche Stressfaktoren in seiner Umgebung identifizieren. Hat sich im Alltag Ihres Hundes etwas geändert? Gab es in letzter Zeit Veränderungen in der Familiendynamik oder in der Umgebung? Solche Veränderungen können Ihren Hund verunsichern und zu nächtlichem Hecheln führen.

Um Ihrem Hund zu helfen, sich nachts zu entspannen, sorgen Sie für eine ruhige Schlafumgebung. Ein fester Schlafplatz, an dem sich Ihr Hund sicher fühlt, ist dabei besonders wichtig. Sie können auch beruhigende Musik oder spezielle Pheromonprodukte verwenden, um Ihrem Hund ein Gefühl von Sicherheit und Entspannung zu vermitteln.

Auch Training kann Ihrem Hund zu mehr Gelassenheit verhelfen. Üben Sie mit Ihrem Hund stressige Situationen, um ihm die Angst zu nehmen und sein Selbstvertrauen zu stärken. Bei anhaltenden Problemen oder starker Angst kann es sinnvoll sein, einen Hundetrainer oder Tierarzt zu konsultieren.

Ungewöhnliche Geräusche

Auch ungewohnte Geräusche können dazu beitragen, dass Ihr Hund nachts vermehrt hechelt. Hunde haben ein empfindliches Gehör und können leicht durch laute oder unerwartete Geräusche gestört werden. Dies kann zu Unruhe und nächtlichem Hecheln führen, da Ihr Hund versucht, die Geräusche einzuordnen und sich in Sicherheit zu bringen.

Um herauszufinden, ob ungewöhnliche Geräusche die Ursache für das nächtliche Hecheln Ihres Hundes sind, achten Sie auf mögliche Lärmquellen in Ihrer Umgebung. Wohnen Sie in der Nähe einer stark befahrenen Straße oder einer Baustelle? Gibt es Geräusche von Haushaltsgeräten oder aus der Nachbarschaft, die Ihren Hund stören könnten? Silvester und Feuerwerk ist auch noch mal ein Thema für sich.

Sobald Sie mögliche Lärmquellen identifiziert haben, können Sie Maßnahmen ergreifen, um den Lärm für Ihren Hund zu reduzieren. Schließen Sie beispielsweise Fenster und Türen, um Außengeräusche abzuschirmen, oder verwenden Sie schalldämmende Materialien wie Vorhänge oder Teppiche. Auch leise, beruhigende Musik oder Hintergrundgeräusche wie ein Ventilator können helfen, unerwünschte Geräusche zu übertönen und Ihrem Hund eine ruhigere Schlafumgebung zu bieten.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Ihr Hund nachts vermehrt hecheln kann: starke Aktivität vor dem Schlafengehen, zu späte oder falsche Fütterung, zu hohe Raumtemperatur, Stress, Angst, Nervosität oder ungewöhnliche Geräusche. Um herauszufinden, welche Faktoren das nächtliche Hecheln Ihres Hundes beeinflussen, sollten Sie ihn genau beobachten und geeignete Maßnahmen ergreifen. Indem Sie die Schlafumgebung und die Schlafgewohnheiten Ihres Hundes anpassen, helfen Sie, dass Ihr Hund nachts weniger hechelt und erholsamer schläft.

*Last update on 24.03.2024 / Affiliate links / Images from Amazon Product Advertising API

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